Die Gleichstellungsbeauftragte – ein Job wie jeder andere(?)

Eine Person, die sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern einsetzt, gibt es per Gesetz in jeder öffentlichen Behörde. Doch was genau gehört zu den Aufgaben und Pflichten und wie gestaltet sich der Arbeitsalltag?

Ina Rüber-Teke gibt hier Einblicke: „Ich unterscheide in meinem Handlungsspielraum zunächst zwischen der Gleichstellungsarbeit in der Stadt und der innerhalb der Verwaltung.

In Mayen selbst führe ich Workshops in Schulen durch, u.a. zum Thema Sexismus und halte verschiedene Vorträge bei Institutionen und Vereinen. Außerdem plane und organisiere ich unterschiedliche Veranstaltungen wie Filmvorführungen und Kabarettabende, die thematisch in meinen Bereich fallen. Dieses Jahr freue ich mich besonders, gemeinsam mit dem Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ einen Aktionstag gegen Sexismus in Mayen planen zu dürfen.

Im Rathaus gehört es grundsätzlich zu meinen Aufgaben, Ausschreibungen und Einstellungsverfahren zu begleiten und im Personalrat beratend zu unterstützen.

Auch hier führe ich Workshops durch oder die jährliche Mitarbeiterinnenversammlung und plane beispielsweise Aktionen zum Weltfrauentag oder zum Thema Frauengesundheit. Arbeitgebende Institutionen sind nach dem allgemeinen Gleichstellungsgesetz rechtlich verpflichtet ihre Beschäftigten vor sexueller Belästigung zu schützen. Hierauf zielt meine Arbeit insbesondere ab. Meine Tür steht jederzeit für die Belange der Mitarbeitenden offen.“

Seit Mai 2022 ist Ina Rüber-Teke bei der Stadt Mayen als Gleichstellungsbeauftragte angestellt. Die promovierte Soziologin verschlug es nach ihrem Studium und knapp 5 Jahren Beschäftigung beim Deutschen Institut für Erwachsenenbildung in Bonn in die Heimat ihrer Eltern. Hier lernte sie den Beruf zur Landwirtin und übernahm den Familienbetrieb am Wüsteratherhof. Die Arbeit bei der Stadtverwaltung zur Gleichstellung von Frauen und Männern stellt für Sie die perfekte Ergänzung und das Bindeglied zur Soziologie dar.

„Die Bestellung einer hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten ist auf kommunaler Ebene fakultativ. Ich bin froh, dass sich die Stadt Mayen dafür entschieden hat, denn noch immer herrschen patriarche Strukturen in unserer Gesellschaft vor, die Frauen einerseits teilweise persönlich gefährden und andererseits in ihren beruflichen und privaten Werdegängen benachteiligen“, so die Gleichstellungsbeauftragte.

In ihren 2 Jahren im Amt konnte bereits viel auf den Weg gebracht werden. “Die größten Erfolge stellen für mich die Momente dar, in denen ich mit Menschen in Kontakt komme, die mit mir lernen ihre Denkweisen zu reflektieren und Sexismus in seiner Vielseitigkeit zu verstehen. Wir sind noch lange nicht am Ende der Reise. Ich freue mich aber auf das, was wir noch erzielen werden und auch auf den Weg dorthin“, schließt sie ab.

Bei Fragen, Problemen oder Anregungen rund um die Gleichstellungsarbeit steht Ina Rüber-Teke gerne zur Verfügung und auch beratend zur Seite. Bürgerinnen und Bürger können sich an Ina Rüber-Teke unter 02651-881400 oder per Mail an gleichstellung.stadt@mayen.de wenden.

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