Mayen. In der Nacht vom 22. auf den 23. April wurden im gesamten Stadtgebiet von Mayen vorsorgliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (ESP) durchgeführt. Dabei wurden insgesamt rund 130 Eichen behandelt.
Bei der Maßnahme kamen Nematoden – sogenannte Fadenwürmer – zum Einsatz, die die Raupen des Eichenprozessionsspinners auf umweltfreundliche Weise bekämpfen. Die Nematoden wirken innerhalb weniger Stunden auf die Raupenfauna ein und stellen weder für Menschen noch für Tiere eine Gefahr dar.
Damit die Behandlung erfolgreich ist, müssen die Raupen möglichst vollständig mit den Nematoden getroffen werden. Da die Fadenwürmer empfindlich auf Austrocknung reagieren, erfolgt die Ausbringung ausschließlich in den Abend- und Nachtstunden.
Die Verteilung der Nematoden wurde mithilfe einer Sprühkanone durchgeführt. Je nach Einsatzort können die Mittel jedoch auch mit Gebläsen oder Drohnen ausgebracht werden.
Um die Maßnahme nachhaltig wirksam zu gestalten, sollte die Behandlung der Eichen in den kommenden drei bis fünf Jahren wiederholt werden. Ziel ist es, den Bestand des Eichenprozessionsspinners langfristig deutlich zu reduzieren und dessen weitere Ausbreitung einzudämmen.
