Durch das Landesförderprogramm KIPKI standen nun ausreichende finanzielle Mittel für die Umrüstung der Heizungsanlage der St. Veit Schule zur Verfügung.
Technisch betrachtet war die Umstellung von einer Gasheizung hin zu elektrischen Luft-Wasserwärmepumpen mit Blick auf die benötigte Heizleistung vergleichsweise einfach. Hinter der Schule wurde ein Fundament hergestellt, auf dem die insgesamt drei Wärmepumpen aufgestellt wurden. Drei Wärmepumpen sind erforderlich, da eine Wärmepumpe alleine die hohe Wärmemenge die das große Gebäude benötigt, nicht alleine bereitstellen kann. Im Gebäude wurde die Wärmeverteilung erneuert. Das heißt, die vorhandenen Heizkörper wurden durch Niedertemperaturheizkörper ersetzt und der Heizungsverteiler neu aufgebaut. Die Heizungsrohre wurden im 1 OG und EG in diesem Zuge ebenfalls getauscht. Zusätzlich mussten die Wärmepumpen elektrisch angeschlossen werden.
Durch den Einsatz der Wärmepumpen werden zukünftig voraussichtlich ca. 210.000 kWh Gas eingespart. Dies entspricht einer CO2 Einsparung von ca. 42.000 Kg im Jahr – etwa dem jährlichen CO2 Ausstoß von vier Personen.
Den „Härtetest“ haben die Wärmepumpen bereits in Ihren ersten Wochen erfolgreich gemeistert. Denn die Wärmepumpen wurden bereits Mitte Dezember provisorisch in Betrieb genommen. Im Januar wurden an einigen sehr kalten Tagen Tiefstwerte von ca. -10°C gemessen und auch an diesen Tagen schafften es die Wärmepumpen, problemlos und effizient für angenehme Temperaturen im Gebäude zu sorgen.
Die Betriebskosten moderner Wärmepumpen liegen mittlerweile in den meisten Fällen deutlich niedriger als dies bei Öl- oder Gasheizungen der Fall ist. Aktuell wieder stark gestiegene Kosten für Heizöl und Gas vergrößern den Kostenvorteil für die Wärmepumpe weiter. Neben dem Klimaschutz „gewinnt“ zunehmend auch der eigene Geldbeutel mehr und mehr vom Umstieg auf elektrische Wärmepumpen. Hohe Förderungen von im Schnitt 50% reduzieren die eigenen Investitionskosten für eine neue Wärmepumpe, so dass die höheren Anschaffungskosten gegenüber einer mit Öl oder Gas betriebenen Heizung zu einem großen Teil kompensiert werden.
Weitere individuelle Informationen und Hilfe beim Wechsel auf eine Wärmepumpe liefern ansässige Energieberater und die Verbraucherzentrale RLP. Der Heizcheck durch Energieberater der Verbraucherzentrale kostet nur 30€ und ist damit eine sehr günstige Möglichkeit, sich individuell zu möglichen Heizungslösungen beraten zu lassen.
Helge Lippert
Stadtverwaltung Mayen
Klimaschutzmanager
Rathaus Rosengasse
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Tel: 02651 88-1503
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