Mayen. Wie lassen sich Kinder in der Kindertagespflege bestmöglich vor Infektionen schützen? Dieser Frage widmete sich eine gemeinsame Netzwerkveranstaltung des Fachdienstes Kindertagespflege des Jugendamtes der Stadt Mayen und des Gesundheitsamtes Mayen-Koblenz. Am 15. September kamen dazu Kindertagespflegepersonen aus Mayen zusammen, um ihr Wissen rund um Hygiene und Infektionsschutz zu vertiefen und aktuelle Anforderungen praxisnah zu besprechen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen anschließend konkrete Hygienemaßnahmen aus dem Betreuungsalltag. Die Fachreferierenden informierten unter anderem über hygienisches Arbeiten beim Wickeln und über regelmäßige Schulungen, zu denen Betreuungspersonen verpflichtet sind. Darüber hinaus wurde die Bedeutung der Kontrolle der Trinkwasserqualität als wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge thematisiert.
Dr. Raj Chakupurakal, Leiter des Gesundheitsamtes, betonte die hohe Bedeutung konsequenter Hygienestandards auch in der Kindertagespflege. Grundlage hierfür sind unter anderem die Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes. Zugleich verwies er auf die wichtige Mitverantwortung der Eltern: Erkrankte Kinder sollten nicht in die Betreuung gebracht werden. Auch der Nachweis eines ausreichenden Masernschutzes ist für die Betreuung von Kindern verpflichtend.
Seitens des Sachgebiets Infektionsschutz des Gesundheitsamtes standen Sandra Ewen und Alwis Gallinger für Fragen, Gespräche und den fachlichen Austausch zur Verfügung. Dabei konnten die Kindertagespflegepersonen konkrete Fragen aus ihrem Betreuungsalltag einbringen und sich über aktuelle Themen und Anforderungen im Bereich des Infektionsschutzes informieren. Im gemeinsamen Austausch wurde deutlich, welchen hohen Stellenwert eine enge, verlässliche und praxisnahe Zusammenarbeit zwischen dem Gesundheitsamt und den Kindertagespflegepersonen hat. Gerade im sensiblen Bereich der Betreuung von Kindern sind klare Informationen, frühzeitige Beratung und eine gute Vernetzung wichtige Voraussetzungen, um bei Fragen oder auftretenden Infektionsfällen angemessen und sicher handeln zu können.
Tanja Wagner vom Fachdienst Kindertagespflege unterstrich die Bedeutung dieser Vernetzung: „Der regelmäßige und persönliche Austausch mit dem Gesundheitsamt bietet den Kindertagespflegepersonen eine wertvolle Möglichkeit, aktuelle Anforderungen frühzeitig aufzugreifen, Fragen direkt zu klären und mehr Sicherheit für den Betreuungsalltag zu gewinnen. Gleichzeitig trägt die enge Zusammenarbeit dazu bei, wichtige Informationen schnell und verständlich weiterzugeben. Davon profitieren nicht nur die Kindertagespflegepersonen, sondern vor allem die Kinder und ihre Familien. So leisten beide Seiten gemeinsam einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden, sicheren und verlässlichen Betreuung der Kinder.“
