Mayen. Die Leiterinnen der kommunalen Kindertagestätten in Mayen treffen sich in regelmäßigen Abständen mit der Jugendamtsleiterin Sandra Dietrich-Fuchs zum gemeinsamen fachlichen Austausch über aktuelle Bedarfe, bestehende Konzepte und die weitere Entwicklung der Kita-Landschaft.
Ein Schwerpunkt liegt hier auf Prävention und Gesundheitsförderung. Themen waren unter anderem die Potenzial- und Gefährdungsbeurteilung für Kinder unter drei Jahren sowie der Umgang mit psychischen Belastungen und Auffälligkeiten im Kita-Alter. Aber auch das bereits bestehende Projekt „Kita isst besser“ und das Versorgungskonzept der Stadt Mayen auch im Hinblick auf die Umstellung der Schulen im Rahmen vom Ganztagesfördergesetz wurden besprochen. Die Themen wie Hitzeschutz für Kinder aber auch für die Mitarbeitende stand auch auf der Agenda.
Besondere Bedeutung fand auch die Sprachförderung und der Übergang von der Kita in die Grundschule. In den kommunalen Kitas werden bereits vereinzelt Sprachstanderhebungen durchgeführt, um gezielt auf die Bedarfe zu reagieren. Gleichzeitig wurde die Sprachförderung in den vergangen zwei Jahren deutlich verstärkt. Nach Rücksprache mit den Grundschulen sollen die phonologischen Fähigkeiten noch stärker in den Blick genommen werden. Bereits bestehende Angebote wie Rhythmik sollen weiter fortgeführt werden. Das bereits seit zwei Jahren etablierte Angebot verbindet Musik, Sprache und Bewegung und unterstützt spielerisch unter anderem das Wahrnehmen von Rhythmen, Reimen und Silben. Damit bietet es eine gute Grundlage, um sprachliche Fähigkeiten weiterzuentwickeln und Kinder auf ihrem Weg in die Schule zu begleiten.
Auch die bereits bestehenden Poll-Lösungen (Infrastrukturmodell) in Kita- und Grundschule sollen weiterentwickelt und stärker miteinander verzahnt werden, um Kindern möglichst ganzheitlich eine kontinuierliche Unterstützung und einen guten Übergang in die Schulen zu ermöglichen.
Neben der Evaluation bestehender und der Planung neuer Projekte wurden die Fortbildungsbedarfe für das kommende Jahr besprochen. Gleichzeitig soll ein drei-Jahres-Plan entstehen, der die zentralen Entwicklungsziele bündelt und auch zukünftige Investitionen in die Kita-Infrastruktur berücksichtigt.
Der regelmäßige pädagogische Austausch zwischen Kita-Leitungen und Jugendamt soll dazu beitragen, Bedarfe frühzeitig zu erkennen, vorhandene Strukturen gezielt weiterzuentwickeln oder anzupassen und die Qualität der Kindertagesbetreuung nachhaltig zu sichern.
