Vorderseite der Herz-Jesu Kirche
Blick auf die Antonius Kapelle
Die St. Clemenskirche mit gedrehten Turm in der Marktstraße

Kirchen und Kapellen

Clemenskirche

Die Pfarrkirche St. Clemens steht mitten in der Fußgängezone der Stadt Mayen, mit ihrem eigenartig gedrehten Turm. Er ist das alles überragende Wahrzeichen der Stadt und weithin sichtbar. Die heutige Kirche wurde 1296 erstmals erwähnt, zwischen 1350 und 1430 erfolgte der Umbau zur gotischen Hallenkirche des Augustinerstiftes. Damit war St. Clemens eine der ersten gotischen Hallenkirchen am Mittelrhein. Nachdem sie 1944 zerstört wurde, begann man 1953 mit dem Wiederaufbau. Von 1973 bis 1976 wurden nochmals umfangreiche Restaurierungen durchgeführt. Dabei entstanden auch die von Georg Meistermann geschaffenen Chorfenster, die durch ihrer wohlüberlegte Lichtführung die Atmosphäre des Innenraumes bestimmen.                                          

Die St. Clemenskirche mit gedrehten Turm in der Marktstraße


Herz-Jesu-Kirche

Die Herz-Jesu-Kirche wurde nach Plänen des Kottenheimer Kirchenbaumeister Caspar Clemens Pickel errichtet. Grundsteinlegung war im Jahre 1911. Fertiggestellt wurde die Kirche bereits 1912, nach nur 13 Monaten Bauzeit. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche fast vollständig zerstört. Der Wiederaufbau zog sich bis ins Jahr 1952. Zudem wurde im Jahr 1959 der zweiten Glockenturm links hinzugefügt. Bei umfassenden Sanierungen in der Zeit der Jahrhundertwende wurden unter anderem die Innenmalerei von Damaris Wurmdobler erneuert und die Kirchenfenster vom Glasmaler Jakob Schwarzkopf ersetzt. Die Kirche wird heute von 5 Türmen geprägt, wobei hier besonders die beiden Glockentürme mit einer Höhe von 48 m auffallen. Das Innere der Kirche bemisst sich auf eine Länge von 50 m und einer Breite von 29 m. Die Höhe des Mittelschiffes beträgt 15 m.

Vorderseite der Herz-Jesu Kirche


St.-Veit Kirche

Die St.-Veit-Kirche befindet sich im Osten der Stadt Mayen. Vermutlich stand an dieser Stelle im 9. Jh. bereits eine Kleinkirche. Letzte Zeugen eines mittelalterlichen Baues, der 1718 durch die Chorkapelle ersetzt wurde, sind die zwei Glocken von 1711 und 1713 und die beiden Joche. 1953 wurde unmittelbar neben der Kapelle mit dem Bau einer Pfarrkirche begonnen. Da die alten Bauteile der Kirche in ihrer Ursprünglichkeit belassen wurden, entstand ein Raum zwischen Kapelle und Kirche der heute einen Ort der Besinnung darstellt. Dort kann auch ein zweistöckiger, barocker Altar bewundert werden, der früher in der St. Clemens-Kirche stand. Die St.-Veit-Kapelle und Kirche sind umgeben von einem Park, in dem noch einige klassizistische Grabmale des ehemaligen Friedhofs zu finden sind.

Die St. Veit Kirche in der Koblenzer Straße


Evangelische Kirche

Die erste "Evangelische Christengemeinde" gründete sich 1821 in Mayen. Diese hielt ihre Gottesdienste noch in einem Raum in der Genovevaburg ab. Erst 1837 wurde die erste Evangelische Kirche in Mayen in der Bäckerstraße errichtet. Zum Bau hatte Friedrich Wilhelm III. einen Beitrag von 4000 Talern geleistet und die Mayener Grubenbesitzer lieferten kostenlos die Bausteine.                                                              Dieses erste Kirchengebäude wurde, wie auch das Pfarrhaus, am 2. Januar 1945 vollständig zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte an der heutigen Stelle "Im Trinnel". Hier wurde 1952/53 ein schlichtes, dem Stadtviertel einen markanten Akzent gebendes, Gotteshaus nebst Pfarr - und Gemeindehaus sowie Kindergarten errichtet.                                                         

Die Evangelische Kirche im Trinnel


Die Heilig-Geist Kapelle

Die Heilig-Geist-Kapelle wurde im Jahre 1757 erbaut und gehörte ursprünglich zum „Hospital zum Heiligen Geist“.                                                                      Fundamente, die man 1935 fand, lassen aber darauf schließen, dass schon früher eine mit dem Hospital verbundene Kapelle dort stand. Nach dem 2. Weltkrieg diente die Heilig-Geist-Kapelle der Pfarrei St. Clemens einige Jahre als Notkirche. Nach ihrer Renovierung in den Jahren 1960/61 wurde die Kapelle als Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gewidmet und ist seither ein Ort der Besinnung und zum Nachdenken. Jedes Jahr am 9. November wird der Opfer der NS-Zeit gedacht, bei dem ein Schweigeweg bis zur Heilig-Geist Kapelle führt.       
                                                                               

Eingang zur Heilig-Geist Kapelle in der Stehbach


Antoniuskapelle

Die Antoniuskapelle ist die Hofkapelle des seit dem 14. Jahrhundert belegten Geishecker Hofes. Hof und Kapelle befanden sich Jahrhunderte lang im Besitz geistlicher und weltlicher Herren. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelangten der Hof mit Kapelle und die Ländereien in private Hände. Die Kapelle ist dem hl. Antonius von Padua (13. Juni) geweiht, der von der ländlichen Bevölkerung vor allem als Schutzpatron der Frauen und Kinder, aber auch der Pferde und Esel verehrt wird. Die heutige Kapelle ist 1867 von den Hofbesitzern, der Familie Ackermann, anstelle einer älteren Kapelle erbaut worden. 2013 bis 2015 wurde die Kapelle auf Initiative von Ludwig Cremer († 20. Februar 2013) mit Spenden von Freunden, Firmen, Banken durch den Verein der Freunde der Renovierung Kapelle Geishecker Hof e.V. aufwendig restauriert. Am 29.11.2015 fand die Neueinsegnung in einer kleinen Feierstunde statt.

Blick auf die Antonius Kapelle

Waldkapelle

Die Waldkapelle befindet sich im Stadtwald, umgeben vom Grün. Sie wurde nach Ende des 2. Weltkrieges von den Gläubigen der Pfarrei "Herz-Jesu" zu Ehren der Gottesmutter Maria als Dank für die Errettung aus großer Not errichtet. Das Grundstück im Distrikt "Im Brasil" wurde der Pfarrei "Herz-Jesu" von der Stadt Mayen geschenkt. Am 1. Juni 1945 - während der französischen Besatzung - erfolgte der erste Spatenstich zum Bau der Kapelle, die unter vielen Mühen, Schwierigkeiten und Widerständen durch den persönlichen Einsatz zahlreicher Mayener Bürgerinnen und Bürger errichtet wurde. 60 Jahre nach dem ersten Spatenstich begannen der Lions-Club mit der Renovierung der Kapelle. Durch großen ehrenamtlichen und finanziellen Einsatz der Mitglieder konnte die Renovierung im Mai 2006 abgeschlossen werden.                                                        

Blick auf die Waldkapelle

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