Der Schweigeweg, der ursprünglich vom Christlich-Jüdischen Arbeitskreis initiiert wurde, beginnt um 17 Uhr an den Stolpersteinen auf dem Marktplatz auf Höhe des Eine-Welt-Ladens. Die Moderation übernimmt Oberbürgermeister Dirk Meid.
Schülerinnen und Schüler verschiedener Mayener Schulen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Mayener Kirchengemeinden und der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz gestalten den Schweigeweg mit Wortbeiträgen an den einzelnen Stationen. Der Weg führt zu historischen Orten des jüdischen Lebens in Mayen, darunter die Judengasse, die ehemalige Jüdische Schule und der jüdische Friedhof. Dort wird an die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Mayen erinnert und die Bedeutung von Toleranz, Menschlichkeit und einem respektvollen Miteinander in den Mittelpunkt gestellt.
An der Organisation und Gestaltung des Schweigewegs beteiligen sich auch in diesem Jahr die Pfarrgemeinde St. Lukas Mayen, die Evangelische Kirchengemeinde, die Elisabeth-Schule, die Carl-Burger-Schule, die Albert-Schweitzer-Realschule plus, das Megina-Gymnasium, die Jüdische Gemeinde Koblenz und die Stadtverwaltung Mayen. Begleitet wird der Schweigeweg von der Polizeiinspektion Mayen.
Im Anschluss an den Schweigeweg lädt die Bürgerinitiative „Sei ein Mensch“ mit Unterstützung der St. Sebastianus Schützengesellschaft Mayen erneut zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch in die Schützenhalle ein. Nachdem dieses Angebot im vergangenen Jahr erstmals stattgefunden hat, bietet sich dort wieder die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und über Erinnerungskultur sowie gesellschaftliche Verantwortung zu diskutieren.
Die Stadt Mayen dankt allen Beteiligten für ihr Engagement und lädt die Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, am Schweigeweg teilzunehmen. Gemeinsam soll ein Zeichen für Menschlichkeit, Toleranz und ein friedliches Miteinander sowie gegen Antisemitismus und Gewalt gesetzt werden.
Bildunterschrift: (Foto: Anja Westhöfer/ Stadt Mayen)
Alle Interessierten sind am 9. November zur Teilnahme am Schweigeweg eingeladen
