Mayen. Nach rund anderthalb Jahren wird die Burghalle Mayen ab dem 19.Oktober wieder für den Sportbetrieb geöffnet. Die Halle war seit Anfang März 2025 aufgrund eines erheblichen Feuchtigkeitsschadens am Sportboden gesperrt. Die in den vergangenen Monaten durchgeführten und umfangreichen Sanierungsarbeiten konnten nun erfolgreich abgeschlossen werden.
Nachdem das Technische Gebäudemanagement der Stadt Mayen die Sanierung übernommen hatte, wurde zunächst der beschädigte Sportboden vollständig zurückgebaut. Im Anschluss wurde intensiv nach der Ursache für den Feuchtigkeitseintritt gesucht. Dabei zeigte sich, dass nicht nur der Sportboden selbst erneuert werden musste, sondern auch Maßnahmen erforderlich waren, um die Halle dauerhaft vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen.
Der komplette Hallenboden wurde mit Bitumen-Schweißbahnen abgedichtet. Im Bereich der Tribüne wurde die vorhandene Holzunterkonstruktion durch eine durchgehende Stahlbetonplatte ersetzt und ebenfalls abgedichtet. Dadurch konnten offene Fugen beseitigt und der Boden zusätzlich gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt werden. Der neue Sportboden wurde auf feuchtigkeitsbeständigen WPC-Profilen (Unterkonstruktion aus einem besonders widerstandsfähigen Verbundmaterial) aufgebaut. Die empfindliche Holzkonstruktion hat dadurch keinen direkten Kontakt mehr zum darunterliegenden Boden. Als Oberfläche wurde eine durchgehende PUR-Beschichtung (robuste Kunststoffbeschichtung) aufgebracht. Dadurch gibt es keine Fugen oder Schweißnähte im Oberbelag.
Auch außerhalb der Halle waren umfangreiche Arbeiten erforderlich. Die komplette Rückseite der Halle in Richtung Aschenplatz sowie die Seite zum Notausgang wurden bis zu den Fundamenten freigelegt. Die Drainage wurde erneuert und die Wände nach aktuellem Stand der Technik fachgerecht abgedichtet. Damit soll künftig verhindert werden, dass sich Stauwasser an den Außenwänden sammelt und von dort in die Sporthalle eindringen kann. Nach Abschluss der Abdichtungs- und Drainagearbeiten wurden die Baugruben wieder verfüllt. Die betroffenen Wege wurden neu gepflastert und die Rasenflächen wiederhergestellt.
Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurden darüber hinaus weitere Arbeiten in der Halle durchgeführt. Unter anderem konnten Wasserkränze, die noch von früheren Wasserschäden an der Decke vorhanden waren, beseitigt werden. Säulen, Tribünenfronten und Geländer wurden überarbeitet und passend zum neuen Farbkonzept des Sportbodens neu gestaltet. Die defekten Verglasungen der Schiedsrichterkabinen wurden durch neue VSG-Scheiben (Verbund-Sicherheitsglas) ersetzt. Für die sportliche Nutzung wurden neue Bodenhülsen in den Sportboden eingebaut sowie neue Reckstangen und Netze einschließlich der dazugehörigen Pfosten angeschafft.
Mit der Sanierung wurde nicht nur der beschädigte Sportboden erneuert. Es wurde die Gelegenheit genutzt, die Ursachen des Feuchtigkeitsschadens umfassend anzugehen und die Halle baulich so zu ertüchtigen, dass sie künftig besser vor eindringender Feuchtigkeit geschützt ist.
Nach Abschluss der Arbeiten steht die Burghalle nun, wie geplant, ab dem 19. Oktober wieder zur Verfügung. Die umfangreiche Sanierung sorgt dabei nicht nur für einen neuen und modernen Sportboden, sondern auch für eine deutliche Aufwertung des gesamten Hallenbereichs.
