Mayen. Die Stadt Mayen möchte die Innenstadt mit verschiedenen Maßnahmen weiter stärken und attraktiver gestalten. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung die Antragstellung im Förderprogramm „Innenstadt Impulse 2026“ beschlossen.
Im Vorfeld wurden die geplanten Maßnahmen gemeinsam mit den Innenstadtakteuren weiter konkretisiert. In einem Arbeitskreis mit der MY-Gemeinschaft und der Brückengemeinschaft wurden Ideen und Vorschläge aufgenommen, beraten und für die Antragstellung zusammengeführt. Auf dieser Grundlage hat die Verwaltung das Maßnahmenpaket entwickelt und den Förderantrag erstellt.
Oberbürgermeister Dirk Meid betont: „Eine lebendige und attraktive Innenstadt kann nur gemeinsam gestaltet werden. Deshalb war es uns besonders wichtig, die Erfahrungen, Ideen und Wünsche der Akteure vor Ort in die Planungen einzubeziehen. Mit den beantragten Projekten wollen wir neue Impulse setzen, die Aufenthaltsqualität erhöhen und Mayen als Einkaufs-, Erlebnis- und Kulturstandort weiter stärken.“
Beantragt wurden insgesamt acht Maßnahmen, die unterschiedliche Bereiche der Innenstadtentwicklung abdecken.
Mit „Licht aus – Spot an! Lichterspiele in der Festspielstadt Mayen“ soll eine jährlich stattfindende Licht- und Kulturveranstaltung in der Innenstadt entstehen. Markante Gebäude, Plätze und weitere Orte sollen durch Lichtinszenierungen, Projektionen und Lichtkunst in Szene gesetzt werden. Ergänzt wird die Veranstaltung durch ein begleitendes Kulturprogramm, insbesondere mit Künstlerinnen und Künstlern der Burgfestspiele. Damit soll eine besondere Verbindung zwischen Innenstadt und Kultur geschaffen und zugleich ein attraktiver Auftakt in die Festspielsaison gestaltet werden.
Mit „MYBeats – Die Musiknacht der Innenstadt“ sind wiederkehrende Musiknächte mit lokalen und regionalen Musikerinnen, Musikern und Bands an verschiedenen Veranstaltungsorten geplant. Ein gemeinsames Programm und Marketing sollen die Innenstadt als kulturellen Begegnungs- und Erlebnisraum stärken.
Darüber hinaus sind zwei bis drei Social-Media-Fotopoints im Innenstadtbereich vorgesehen. Sie sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen, zum Fotografieren und Teilen in sozialen Medien anregen und damit die Sichtbarkeit der Innenstadt stärken.
Ein digitaler City Guide soll künftig Informationen zu Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten, Ausflugszielen und weiteren städtischen Angeboten zeitgemäß und niedrigschwellig vermitteln. Hierzu ist die Installation einer interaktiven digitalen Infostele im Innenstadtbereich vorgesehen.
Auch die bestehende Kampagne „Mayen im Herzen“ soll crossmedial weiterentwickelt werden. Ziel ist insbesondere, Veranstaltungen, Angebote der Innenstadt und die Aktivitäten der MY-Gemeinschaft stärker zu bewerben.
Der bestehende digitale Veranstaltungskalender soll zudem zu einer umfassenden Innenstadtplattform ausgebaut werden. Veranstaltungen sollen künftig stärker mit Informationen zu Einzelhandel, Gastronomie und weiteren Angeboten der Innenstadt verknüpft werden.
Mit „Sandzeit – Der mobile Sommersandkasten auf dem Mayener Marktplatz“ ist während der Sommermonate ein temporärer Sandbereich mit Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Kinder und Familien vorgesehen. Dadurch soll die Innenstadt familienfreundlicher gestaltet, die Aufenthaltsqualität verbessert und zusätzliche Besucherfrequenz für Handel und Gastronomie geschaffen werden.
Die Maßnahme „Raum für Ideen – Starterflächen für Gründerinnen und Gründer“ soll schließlich neue Nutzungen und Gründungsvorhaben in der Innenstadt ermöglichen. Dafür sollen geeignete leerstehende Ladenlokale zeitweise angemietet und anschließend zu vergünstigten Konditionen an Gründerinnen und Gründer sowie innovative Konzepte weitervermietet werden.
Für die beantragten Maßnahmen werden insgesamt 500.000 Euro Fördermittel beantragt. Der erforderliche Eigenanteil der Stadt Mayen beträgt insgesamt 55.555,56 Euro. Die notwendigen Mittel sollen entsprechend dem Förderbescheid in den Haushaltsjahren 2027 und 2028 zur Verfügung gestellt werden.
„Mit dem Förderantrag bündeln wir viele unterschiedliche Ideen zu einem gemeinsamen Konzept für unsere Innenstadt. Jetzt hoffen wir auf eine positive Förderentscheidung und darauf, die Projekte anschließend gemeinsam mit den Innenstadtakteuren Schritt für Schritt umsetzen zu können“, so Oberbürgermeister Dirk Meid.
Mit einer Entscheidung über die Förderung wird Ende 2026 gerechnet. Die zuständigen Gremien werden über den weiteren Verlauf des Verfahrens und die Entscheidung zum Förderantrag informiert.
