Ein zentraler Erfolg ist die erhebliche Reduktion des Energieverbrauchs: Während vor Beginn der Maßnahme jährlich rund 900.000 kWh Strom verbraucht wurden, liegt der Verbrauch im Jahr 2025 bei nur noch 272.806 kWh. Dies entspricht einer Einsparung von rund 70 Prozent, also rund 190.000 Euro pro Jahr. Damit gehen auch deutlich geringere Energiekosten einher – ein wichtiger Faktor insbesondere vor dem Hintergrund steigender Strompreise. Gleichzeitig leistet die Stadt durch die Reduktion der CO₂-Emissionen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Neben der Energieeinsparung wurde auch die Qualität der Beleuchtung deutlich verbessert. Veraltete Straßenleuchten wurden durch moderne LED-Technik ersetzt. Diese ermöglicht eine gezieltere Lichtlenkung und sorgt für eine gleichmäßigere Ausleuchtung von Straßen und Gehwegen. Dunkle oder überhellte Bereiche werden reduziert, wodurch sich die Sichtverhältnisse für alle Verkehrsteilnehmer verbessern und die Sicherheit steigt.
Auch Umwelt- und Anwohnerschutz spielen eine bedeutende Rolle. Die neue Beleuchtung führt zu einer deutlich reduzierten Lichtverschmutzung. Dadurch wird der Nachthimmel geschützt und die Sichtbarkeit von Sternen verbessert. Zudem kommt eine insektenfreundliche Lichtfarbe von 3.000 Kelvin zum Einsatz. Für Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet die Umstellung eine geringere Belastung, etwa durch weniger Lichteinfall in Wohnräume.
Der aktuelle Projektstand umfasst eine umfassende Bestandsaufnahme aller Straßenzüge. In den Wintermonaten wurden bei vollständiger Dunkelheit mehr als 5.300 Messwerte erhoben. Die Auswertung dieser Daten erfolgt im Sommer, um gezielte Optimierungsmaßnahmen zu entwickeln. Deren Umsetzung ist für den kommenden Winter vorgesehen, gefolgt von Kontrollmessungen zur Qualitätssicherung.
Der Fokus des Projekts lag ausschließlich auf dem Austausch der Leuchten. Die neuen LED-Leuchten sind langlebig und wartungsarm. Dennoch wurden nicht alle Komponenten, wie beispielsweise Kabel, erneuert. Vor diesem Hintergrund können Störungen weiterhin auftreten und sind bei einer Anlage dieser Größe nicht ungewöhnlich.
Zur Steuerung und Wartung wird ein digitales System eingesetzt, das eine zentrale Überwachung ermöglicht. Störungen können so häufig frühzeitig erkannt und behoben werden, oftmals noch bevor Hinweise aus der Bürgerschaft eingehen. Zudem erlaubt das System eine flexible Anpassung der Beleuchtung und trägt zu einem insgesamt effizienteren Betrieb bei. Die Verwaltung weist darauf hin, dass sich Bürgerinnen und Bürger teilweise erst an die veränderten Lichtverhältnisse – insbesondere Lichtwinkel und Lichtfarbe – gewöhnen mussten. Bei einem Projekt dieser Größenordnung waren zudem vereinzelte Unregelmäßigkeiten während der Umstellungsphase nicht vollständig vermeidbar. Für die damit verbundenen Einschränkungen wird um Verständnis gebeten.
Die kontinuierliche Optimierung der Straßenbeleuchtung wird auch in Zukunft fortgeführt. Ziel bleibt es, die Beleuchtungsqualität weiter zu verbessern, Ressourcen zu schonen und die Lebensqualität im Stadtgebiet nachhaltig zu erhöhen.
„Mit der neuen Straßenbeleuchtung leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Umwelt. Und nicht nur das: durch die kürzlich erfolgten Messungen, kann die Beleuchtung in allen Bereich verbessert und optimal eingestellt werden, fasst Bürgermeister Bernhard Mauel zusammen.