Gleich zu Beginn bekamen die Gäste einen musikalischen Vorgeschmack auf die kommende Spielzeit: Ensemblemitglied Rosaly Oberste-Beulmann – in diesem Jahr bei den Bremer Stadtmusikanten und der Zauberflöte auf der Bühne zu sehen – und die Begleitung an der Gitarre Chris Chort, machten Lust auf mehr.
Oberbürgermeister Dirk Meid betonte anschließend die Relevanz des diesjährigen Mottos „Heimat! Los!“. „Ein interessantes Wortspiel, aber zugleich mehr als das. Es ist ein Ausruf – und zugleich ein Aufbruch. „Heimat!“ – das klingt nach Verwurzelung, nach Vertrautheit, nach Identität. „Los!“ – das steht für Bewegung, für Veränderung, für den Mut, neue Wege zu gehen. Es verbindet Identität und Bewegung, Vergangenheit und Zukunft, Zugehörigkeit und Freiheit. Genau in diesem Spannungsfeld bewegen sich auch die Burgfestspiele in diesem Jahr.“
Vielfältiger Spielplan mit Premieren und Klassikern
Intendant Alexander May stellte anschließend das Programm für die neue Saison vor. Eröffnet werden die Burgfestspiele 2026 mit dem Familienstück „Die Bremer Stadtmusikanten“, in dem ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn gemeinsam aufbrechen, um in Bremen ihr Glück zu suchen und den Aufbruch in ein neues Leben entdecken.
Es folgt die Komödie „Was ihr wollt“, in der Viola nach einem Sturm in Illyrien strandet, sich als Mann verkleidet und in ein Spiel aus Irrtümern, Sehnsucht und überschäumender Lebenslust stürzt. Die Klassiker-Reihe wird in diesem Jahr mit Goethes emotionalem Werk „Die Leiden des jungen Werther“ fortgeführt. Auch Schulklassen sind herzlich eingeladen, das Stück um große Gefühle abseits vom Schulalltag zu erleben. Ein besonderes Highlight ist die Komödie „Achtsam morden“ nach dem Bestseller von Karsten Dusse. Intendant May fasst zusammen: „Die Geschichte eines Anwalts, der durch einen Achtsamkeitskurs lernt, sich von allem zu trennen, was ihm schadet – notfalls sehr konsequent. „Achtsam morden“ ist eine schwarze Komödie über Selbstoptimierung, Stressbewältigung und sehr kreative Problemlösungen.“ Komplettiert wird das Hauptprogramm mit dem Musical „Die Zauberflöte“, das die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart mit modernen Klängen verbindet und in einer zeitgemäßen Inszenierung eine fantasievolle Geschichte voller Magie, Abenteuer und großer Gefühle entfaltet, in der ein junger Prinz, eine geheimnisvolle Königin und eine entführte Tochter aufeinandertreffen und ihnen eine zauberhafte Flöte den Weg weist.
„Neben den sechs Hauptproduktionen wird es auch 2026 wieder zahlreiche spannende Extras geben“, so May.
Bürgerstück lässt Tanzlokal im zweiten Jahr in Folge aufleben
Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr, geht das bekannte Bürgerstück „Sterngarten“ nun in die zweite Runde. Die Produktion erweckt das legendäre Mayener Tanzlokal wieder zum Leben – mit Musik und Geschichten aus der Stadtgesellschaft.
Verwaltungsleiter Kevin Stoye ging auf die neue Spielstätte ein: „Die kommende Spielzeit steht dabei unter einer besonderen Veränderung: der Verlagerung unserer Spielstätte. Während die große Bühne in den vergangenen Jahren traditionell im Burghof der Genovevaburg beheimatet war, wird sie in diesem Jahr aufgrund der laufenden Sanierungsarbeiten auf den Platz vor der Herz-Jesu-Kirche umziehen.“
Im Anschluss an die Präsentation hatten die Gäste Gelegenheit zum Austausch mit den Verantwortlichen. Mit einem weiteren musikalischen Beitrag und einem kleinen Imbiss klang die Veranstaltung stimmungsvoll aus.
Tickets und Informationen:
Karten für die Produktionen der Burgfestspiele sind erhältlich beim Reisebüro Bell Regional Touristikcenter, Rosengasse 5, 56727 Mayen, unter der Ticket-Hotline 02651 / 494942, per Mail an tickets@touristikcenter-mayen.de oder online unter: www.burgfestspiele-mayen.de/service/tickets.
Weitere Informationen gibt es unter www.burgfestspiele-mayen.de sowie auf Instagram unter @burgfestspielemayen.

