Bei der diesjährigen Preisverleihung des Wettbewerbs „Familienfreundliche Unternehmen“ im Landkreis Mayen-Koblenz konnten Betriebe aus Mayen einmal mehr herausragende Erfolge erzielen. Besonders erfreulich schnitten dabei die Tagespflegeeinrichtung Novarus GmbH aus Mayen und die Mayener Ergotherapiepraxis Helmes-Kricher-Schmitt ab. Beide Unternehmen erreichten mit ihren innovativen, lebensphasenbewussten Konzepten jeweils eine Top-Platzierung. Auch in den Kategorien der größeren Betriebe mit über 100 Beschäftigten durfte sich die Kreissparkasse Mayen über einen hervorragenden zweiten Platz freuen und unterstrich damit ihr langjähriges Engagement für eine passgenaue Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege im Bankalltag.
Ganz oben auf dem Treppchen durfte der Beigeordnete der Stadt Mayen, Thomas Schroeder und Landtagsabgeordneter Martin Reis aus Mayen, der Firma Data Therm GmbH & Co. KG vertreten durch den Prokuristen und Gesellschafter Patrick Forster gratulieren.
Sein Unternehmen beschäftigt sich seit Anfang der 1990er Jahre mit dem energieeffizienten und automatisierten Betrieb von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen in großen Gebäuden. Die von den Mitarbeitern errichteten Mess-, Steuerungs- und Regelsysteme leisten bereits seit Jahrzehnten einen aktiven Beitrag zur CO2-Reduktion und zum Klimaschutz.
„Um diesen anspruchsvollen Aufgaben gerecht zu werden, benötigen wir gut ausgebildete, spezialisierte Mitarbeiter, die sich langfristig mit dem Thema Energiemanagement beschäftigen. Das hieß von Anfang an, dass die Mitarbeiter-Bindung ebenfalls langfristig ausgelegt ist und sein muss.
Die Arbeitszeit muss dabei mit den individuellen Lebensphasen vereinbar sein und verändert sich über ein Berufsleben hinweg mehrfach.", so Forster.
Aktuell beschäftigt das Unternehmen 18 Mitarbeiter und bietet neben dem klassischen Vollzeit-Arbeitsplatz vier verschiedene Arbeitszeitmodelle an. Diese reichen von der 4-Tage-Woche für ältere Angestellte sowie für Mitarbeiter, die sich Zeit für die Unterstützung von Angehörigen nehmen möchten, bis hin zu individuellen Teilzeitregelungen. Wo es möglich ist, stehen Homeoffice oder hybride Arbeitsmodelle offen. Das Preisgeld werde er an die Familienbildungsstätte in Mayen spenden, die sich auf den unterschiedlichsten Wegen für Familien engagiert.
„Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern haben wir die Vision entwickelt, dass wir auch zukünftig gemeinsam unseren hohen Qualitätsanspruch beibehalten wollen. Dafür ist es aus unserer Sicht unbedingt notwendig, die Rahmenbedingungen für jeden einzelnen Mitarbeiter so zu gestalten, dass alle diesem Anspruch gerecht werden können.“, fasste Patrick Forster seine Philosophie zusammen.
Mit dem kreisweiten Wettbewerb rückt der Landkreis Mayen-Koblenz regelmäßig jene Betriebe in den Fokus, die mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, Unterstützung bei der Kinder- oder Angehörigenbetreuung und wertschätzender Führung dem Fachkräftemangel aktiv begegnen. Die Erfolge der Mayener Unternehmen zeigen, dass Investitionen in die Belegschaft der zentrale Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit der gesamten Region sind.
