Vom Titicacasee zum höchsten Berg Boliviens: An der Wiege der Inka

Mayen. Am Dienstag, den 20. Januar um 15 Uhr im Sterngarten der AWO, Finstingenstraße nimmt Walter Reis alle Interessierten mit zur Wiege der Inka, ins Reich der Atacama-Vulkane.

Der Mythologie zufolge kam der erste Inka als Sohn der Sonne auf der Sonneninsel im Titicacasee zur Welt. Schon lange vorher, 1500 v. Chr. bis 1200 n. Chr., war Tiwanaku das religiöse Zentrum der Vor-Inka-Kulturen rund um den Titicacasee.  Copacabana entwickelte sich zum bedeutendsten katholischen Wallfahrtsort in Bolivien.

Zehntausende Indios pilgern jährlich auf den 3996 m hohen „Kalvarienberg“ mit seinen vierzehn Kreuzwegstationen und zur Statue der „Schwarzen Madonna“ aus dem Jahr 1576. Über den bolivianischen Regierungssitz La Paz mit seiner Millionen-Trabantenstadt El Alto in 4000 m Höhe gelangt man hinauf zum Altiplano, einer abflusslosen Hochebene zwischen den Hochgebirgsketten der West- und der Ost-Anden. Die karge Landschaft des Altiplano zeigt sich hier mit den kochenden und dampfenden Hydrothermalfeldern von ihrer beeindruckendsten Seite. Die Besteigung der erloschenen Zwillingsvulkane Pomerape und Parinacota, dem Nevado Sajama, alle weit über 6000 m hoch, sowie dem dritthöchsten aktiven Vulkan der Erde, dem Guallatiri (mit 6542 m Höhe höchster Berg Boliviens) bietet überwältigende Ausblicke auf den gesamten südlichen Teil der Hochebene.