Hochgarage bringt viele Vorteile mit sich!

Der Mayener weiß um die weniger schönen Ecken seiner Stadt. Insbesondere bei Besuchern sorgen vor allem die beiden Parkflächen „Im Hombrich“ und „Im Keutel“ nicht für einen guten ersten Eindruck. Die Lösung wurde im Rahmen des Förderprogrammes „Aktive Stadt“ möglich: eine Hochgarage „Im Keutel“.

Auf der einen Seite dieses Projekts stehen die Kosten, auf der anderen jedoch Notwendigkeiten und Vorteile.

So gilt allgemein in Sachen Klimaschutz, dass man durch ausreichend freie Parkflächen den Parksuchverkehr und damit den Schadstoffausstoß vermindert. Hierzu sei gesagt, dass die neue Hochgarage, die Bemühungen mithilfe des Öffentlichen Personennahverkehrs die Klimabilanz zu verbessern, lediglich ergänzen und nicht ersetzen wird.

Wer durch die nordöstliche Innenstadt, dazu zählen auch die Bereiche Brückenstraße, Am Brückentor und untere Marktstraße, läuft stellt fest, dass vor allem hier einige Leerstände zu vermerken sind – zumindest viel eher als in den Geschäftsräumen in Nähe der beiden Parkgaragen. Die geplante Hochgarage könnte auch zu einer Wiederbelebung der Brückenstraße beitragen.

Der Bau der Hochgarage gibt darüber hinaus die Parkfläche- “Im Hombrich” frei. Hier kann somit beispielsweise die Nachfrage nach sozialem und barrierefreiem Wohnraum in der Innenstadt gedeckt werden. Daneben besteht dort die Möglichkeit Flächen für Lebensmitteleinzelhandel in unmittelbarer Nähe ausreichender Parkflächen zu schaffen.

Die Parkraumanalyse der Hochschule Koblenz ergab bereits im April 2016 einen Parkraumbedarf. Seither sind durch Straßenerneuerungen Parkplätze weggefallen, die es nun zu ersetzen gilt. Durch die immer größer werdenden Fahrzeuge war außerdem die Vergrößerung der Parkbuchten in den beiden vorhandenen Garagen notwendig.

So hat sich die Zahl der Parkplätze in der Citygarage von 326 auf rund 274 sowie in der Burggarage von 222 auf 196 also insgesamt um 78 Parkplätze reduziert.

Neben dem bekannten und stetig wachsenden Parkraumbedarf der Hochschule für die öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz (HoeV), wird durch die Erweiterung der Berufsbildenden Schule Mayen Carl-Burger-Schule der Parkraum auf dem Schulhof der Elisabeth-Schule wegfallen.

Darüber hinaus besteht auch sonstiger Bedarf an Parkplätzen, beispielsweise für die ortsansässigen Dienstleistungsunternehmen. Außerdem gilt es insbesondere Ärzte, aber auch Steuerberater und Anwälte in der Stadt zu halten beziehungsweise durch eine hervorragende städtebauliche Entwicklung in die Stadt Mayen zu bringen und damit eine innerstädtische Versorgung zu ermöglichen.

Ebenso zeigt der Anstieg der ausgestellten Anwohnerparkausweise von 2014 (294 Ausweise) zu 2018 (436 Ausweise), den steigenden Bedarf auf. Die Stadt Mayen als rheinland-pfälzisches Mittelzentrum zieht auch zahlreiche Arbeitnehmer aus dem Umland in die Stadt. So betrug nach Angaben des Statistischen Landesamtes der Einpendlerüberschuss zum 30. Juni 2018 4752 Personen.

Mithilfe der geplanten Hochgarage soll also nicht nur notwendiger Parkraum geschaffen werden. Sie soll zum Klimaschutz beitragen, die Stadtentwicklung in der nordöstlichen Innenstadt vorantreiben, den Anforderungen des demografischen Wandels durch geeigneten Wohnraum gerecht werden, die innerstädtische – vor allem ärztliche Versorgung – stärken und insbesondere für Anwohner und Besucher der Stadt attraktiver werden. Schließlich wurde mit den Nette-Terrassen, die noch um einen Teilbereich im Wasserpförtchen ergänzt werden sollen, ein Ort der Erholung angestrebt, der zukünftig auch verstärkt als solcher genutzt werden soll.