Gedenkstunde zum Volkstrauertag

Mayen. Die Gedenkstunde zum Volkstrauertag hat nicht nur in Mayen eine lange Tradition: Auch in diesem Jahr versammelten sich Mayener Bürgerinnen und Bürger auf Einladung von Oberbürgermeister Wolfgang Treis zum gemeinsamen Gedenken an die Toten vor dem Hochkreuz auf dem städtischen Friedhof. An der Gedenkstunde wirkten unter anderem der MGV Concordia sowie die Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Mayen mit.

 Die Gedenkrede zum Volkstrauertag in Mayen hielt Oberst Dr. Stefan Gruhl vom Zentrum für Operative Kommunikation. Er stellte die Frage nach der Aktualität des Volkstrauertages. „Der Volkstrauertag scheint in seiner bisherigen Form von Jahr zu Jahr an Bedeutung und damit auch an Wahrnehmung in unserer Gesellschaft zu verlieren“, stieg Dr. Gruhl in seine Ansprache ein. Er relativierte diesen Wahrnehmung jedoch gleich, berichtet von seiner eigenen Begegnungen mit dem Tod und Verwundung als Soldat und fasste zusammen, dass es gleich zwei wesentliche Schlussfolgerungen gebe, die für die Sinnhaftigkeit des Volkstrauertages auch in der heutigen Zeit sprechen „Erstens müssen wir uns vor einer zivilisatorischen Abstumpfung bedingt durch unsere scheinbare heile Welt hier in Europa dadurch schützen, dass wir die allgegenwärtige Gewalt in weiten Teilen der Welt und nicht weit vor unseren Haustüren eben nicht als etwas Abstraktes empfinden“, so Oberst Dr. Gruhl und weiter führte er an: „Zweitens, die Erinnerung an Krieg und Gewalt in Deutschland und Europa muss unser Augenmerk von der abnehmenden Trauer der Opfer unserer Eltern und früherer Generationen auf das richten, was für unsere Generationen unverändert Bedeutung hat. Und das ist in meinen Augen vor allem der europäische Gedanke.“

Militärpfarrer Michael Bendel sprach ebenfalls zu den Anwesenden. Auch er fragte: „Volkstrauertag, ist das noch zeitgemäß?“ und konnte sie so gleich beantworten: er ist „immer zeitgemäß, immer sinnvoll und notwendig.“ Der Volkstrauertag lasse inne halten und führe uns deutlich vor Augen, was alles passieren kann, wenn man nicht wachsam ist.

Ihm schloss sich auch Oberbürgermeister Wolfgang Treis an.

Auch er machte deutlich: „Der Volkstrauertag ist von unverändert großer Bedeutung.“ Daher sei es wichtig, möglichst viele Menschen zu erreichen und immer mehr Beteiligte in die Gedenkveranstaltung einzubinden. Hier sei besonders die Einbindung der jüngeren Generationen wichtig, die Krieg und Gewalt zum Glück nur aus Erzählungen kennen. Er verlas im Anschluss an seine Ansprache das Gedicht „Anstoß zum Frieden“ von Hanns Dieter Hüsch.

 Außerdem trugen Friederike Mühling und Luise Weber, Schülerinnen des Megina-Gymnasium Mayen, das Gedicht „Frieden“ vor. Mit einer Kranzniederlegung wurde gemeinsam den Toten gedacht; die Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Mayen intonierte „Ich hatt‘ einen Kameraden“.

Oberbürgermeister Wolfgang Treis sprach ein Schlusswort, bevor die Feuerwehrkapelle die Gedenkveranstaltung mit der Nationalhymne beendete
 

 
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