100 Jahre Ende des ersten Weltkrieges – ergreifende Momente beim Gedenkgottesdienst in Joigny

 Am 11. November 1918 endete der 1. Weltkrieg – ein Krieg, der 17 Millionen Menschen das Leben kostete, Zerstörung und Verwüstung hinterließ, viele Menschen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch verwundete. 100 Jahre später wurde in der ganzen Welt des Kriegsendes gedacht. Die Verantwortlichen der Mayener Partnerstadt Joigny gestalteten eine dreitägige Gedenkfeier, an der neben Vertretern der anderen Partnerstädte von Joigny auch eine Delegation aus Mayen unter der Leitung von Oberbürgermeister Wolfgang Treis teilnahm. Teil des Programms war ein Gedenkgottesdienst in der Kirche St. Jean. Viele Teile der Messe wurden in deutscher Sprache gehalten - als besonderes Zeichen der Wertschätzung an die deutschen Gäste.

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Pfarrkirche Saint Jean in der Altstadt von Joigny beim Einzug von Geistlichkeit und Fahnenabordnungen, mit dabei auch die Mayener Fahne, getragen von Bürgermeister Rolf Schumacher. Dann begann ein besonderer Gedenkgottesdienst: Pére Michel - Pfarrer Michael, wie er sich selbst vorstellte - begrüßte die Anwesenden in deutscher Sprache. Und diese besondere Geste an die Gäste aus der Partnerstadt Mayen zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Messe. Französische und deutsche Sprache wechselten in Ansprachen, Liedern und sogar Gebeten der Gemeinde. Damit alle Anwesenden dem Gottesdienst jederzeit folgen konnten, gab es Übersetzungen sogar in drei Sprachen: Französisch, Englisch und Deutsch.

Es waren ergreifende Momente, die die Menschen aus Joigny und die Gäste aus den Partnerstädten beim Gottesdienst erlebten. Ganz still wurde es, als Oberbürgermeister Wolfgang Treis das Gedicht ‚Anstoß zum Frieden‘ von Hanns Dieter Hüsch verlas. „Stellt die Meinung ein, dass die Liebe gedeiht. Lasst die Liebe blühen, dass der Frieden wächst. Lasst den Frieden in Euer Herz, dass die Menschen erlöster aussehen. …“ so die Anfangszeilen. Die Anwesenden lauschten gespannt den Worten des „Freundes aus Mayen“, wie Bürgermeister Moraine mit Blick auf die gesamte Mayener Delegation im Verlauf des Wochenendes immer wieder betonte.

Beim Auszug aus der Kirche schenkten sich die Menschen ein Lächeln – das schönste, was eine solche Veranstaltung erreichen kann, zeigt es doch die Verbundenheit und Freundschaft, die über die Jahrzehnte zwischen den ehemaligen Feinden entstanden ist.

 
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