3. Mayener Kleiderbasar half vielen Familien

Seit Oktober wurden Kleiderspenden gesammelt und gehortet. Außerdem wurden vier große Paletten Windeln, eine Spende der Firma Ontex, in den ersten Stock des Jugendhauses geschleppt.

Am Freitag musste dann alles wieder die Treppen runter, auf den Hänger und ab ging´s an den Ort der Bestimmung - ins Pfarrzentrum St. Veit, die ihre Räumlichkeiten für den guten Zweck kostenfrei zur Verfügung stellten.

Zum dritten Mal fand am vergangenen Samstag ein Kleiderbasar für hilfsbedürftige Menschen statt, zu dessen Organisation sich unter Regie von Streetworkerin Sarah Sondermann ein Netzwerk von Helfern zusammengeschlossen hat.

„Alles hat angefangen mit einer Kleiderspende der Firma Küster vor drei Jahren“, berichtet Sarah Sondermann.

„So kam es zum ersten Kleiderbasar, organisiert vom Netzwerk Flüchtlingshilfe im Raum Mayen und dem Mayener Jugendforum“, erzählt Sondermann, die dieses Jugendforum zu diesem Zeitpunkt betreut hat. „Das wurde so gut angenommen und es zeigte sich, dass der Bedarf wirklich so groß ist, dass wir gleich beschlossen, die Aktion zu wiederholen.“

Auch dieses Mal ließen sich das Modehaus Küster und die Firma Müller aus Ettringen, die Berufs- und Freizeitkleidung vertreibt, nicht zweimal bitten und spendeten wieder großzügig.

Neben der riesigen Windelspende der Firma Ontex beteiligte sich auch das Sportgeschäft Krumholz mit nagelneuen Schuhen.

Getränkehändler Dirk Braun stellte Tische, Bänke und Getränke für die Helfer kostenlos zur Verfügung.

„Zudem haben wir zahlreiche Spenden von vielen lieben Familien bekommen“, freute sich Sarah Sondermann. Auch am Samstag kamen die ersten Menschen schon gut eine Stunde vor Eröffnung des Basars und sammelten sich vor dem Eingang des Pfarrzentrums.

Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, wurden bereits vor dem Kleiderbasar Lose unter den Besuchern der Mayener Tafel verteilt. Insgesamt 180 Lose wurden unter die Leute gebracht.

Zwölf Personen konnten am Samstag in Begleitung ihrer kompletten Familien gleichzeitig je 20 Minuten in den teils nagelneuen Sachen stöbern, dann durften die nächsten rein.

Nicht nur Türsteher Franz Käs verlangte das einiges ab, auch die Helfer drinnen mussten konsequent sein.

Denn wenn der Zeitplan sich verzögert hätte, hätte das bei der Vielzahl der Menschen, die draußen auf Einlass warteten, leicht ins Chaos geführt.

„Ich bin wahnsinnig stolz darauf, dass wir diese tolle Aktion hier in Mayen haben“, sagte Martina Luig-Kaspari, die als Beigeordnete der Stadt vorbeischaute.

„Alleine die Organisation im Vorfeld ist dermaßen aufwendig und kostet die Helferinnen und Helfer viel private Zeit. Und ich finde es so toll dass auch die jungen Leute hier so tatkräftig anpacken.“

Zwar sei der Basar in erster Linie für die vielen Familien, denen man damit helfe, wichtig, „aber ich denke, dass das auch für die jungen Leute aus unserem Jugendbeirat, die aus eher gut situierten Familien kommen, eine wertvolle Erfahrung ist: Zu sehen, wie das ist, wenn man auf Hilfe angewiesen ist und wie wichtig es ist, dass sie gewährt wird. Und das schöne Gefühl, Gutes getan zu haben, gibt`s inklusive“, fasste es Luig-Kaspari zusammen.

Tatsächlich war der dritte Kleiderbasar am Ende des Tages wieder ein riesiger Erfolg. Erschöpft aber glücklich verpackte das Helferteam, das sich aus dem Flüchtlingsnetzwerk rund um Gerd Kohlhaas, dem Mayener Jugendbeirat, Ehrenamtlern der Mayener Tafel und einigen Jugendlichen aus dem Jugendhaus - die am Samstag nicht zuletzt als Übersetzter wichtige Arbeit leisteten - zusammengeschlossen hatte, die übrig gebliebenen Sachen in die Kartons.

Die werden jetzt an Kleiderkammern verteilt und gelangen auf dem Weg an ihren Bestimmungsort.

Was sich Sarah Sondermann sehnlichst wünscht, ist ein fester Ort für die Kleiderspenden. „Ein Traum wäre ein Raum, den wir ganzjährig nutzen könnten“, sagt die Streetworkerin.

„Dann wäre die Organisation im Vorfeld nicht so stressig und wir hätten zudem die Möglichkeit, das ganze Jahr über auch spontan zu helfen. Denn es gibt immer mal Familien, die schnell Hilfe benötigen“, weiß Sondermann aus Erfahrung.

Im nächsten Jahr muss außerdem ein neuer Ort gefunden werden, an dem der Basar stattfinden kann. Das Pfarrzentrum St. Veit soll einem neuen Altenheim weichen, ab dem 31. Dezember 2017 wird es nicht mehr vermietet. „Ich hoffe, wir finden rechtzeitig einen guten Platz für den Basar 2018“, sagt Sarah Sondermann.

Wer einen Raum hat, den er für die Kleiderspenden zur Verfügung stellen möchte oder eine Idee hat, wo der Kleiderbasar 2018 stattfinden kann, kann Kontakt zu Sarah Sondermann aufnehmen. Die Streetworkerin ist per Email an sarah.sondermann@mayen.de sowie telefonisch unter 02651-881020 erreichbar.

 

 
Mayen

Partnerseiten

Stadtentwicklung
www.steg-mayen.de
 
Stadtwerke
www.stwmy.de

Kontakt

Stadt Mayen
Rathaus Rosengasse
56727 Mayen
 
Tel. +49 (0) 2651 88 0
Fax +49 (0) 2651 88 52600
E-Mail: info@mayen.de
Mayen auf Facebook